Werden mehr Kohlehydrate mit der Nahrung zugeführt als zur Energiegewinnung benötigt werden, können diese zum Reservestoff Glykogen umgewandelt und dann gespeichert werden. In der Leber sind durchschnittlich 150g und in der Muskulatur 200g Glykogen gespeichert.
Muskelglykogen dient als Energiereserve für die Muskelzellen. Es kann nicht wieder in Form von Glucose an das Blut abgegeben werden.
Leberglykogen kann dagegen zur Regulation des Blut-Glucose-Spiels abgebaut werden.
Da Glykogen dem Körper als Reservestoff dient, kann es im Bedarfsfall ( z.B. bei starker körperlicher Anstrengung ) leicht mobilisiert werden.
Sind die Glykogenspeicher aufgefüllt, werden die überschüssigen Kohlehydrate in Fett umgewandelt und im Fettgewebe gespeichert.
Der menschlich Organismus vermag nur eine sehr begrenzte Kohlehydratmenge in Form von Glykogen zu speichern.
Überschüssige Glucose kann in den Fettgewebezellen und in den Leberzellen zu Glycerin und Fettsäuren umgebaut werden , die dann im Fettgewebe gespeichert werden.
Eine erhöhte Kohlehydratzufuhr bewirkt also eine Zunahme des Fettgewebes.
Umgekehrt kann aus dem Glycerin der Fette wieder Glucose aufgebaut werden, Fettsäuren können aber nicht zu Monosachariden umgebaut werden.
Glykogen wird auch "tierische Speicherstärke” genannt. Sie bilden die Kohlenhydrat-Speicher des menschlichen Körpers und stellen die am schnellsten mobilisierbare Energiereserve dar. In der Muskulatur befinden sich die Hauptspeicher (ca. 400g). Sie können bei entsprechendem Training nahezu verdoppelt werden. Ein weiterer Speicher ist die Leber. Die Glykogenreserven des Körpers reichen, je nach Höhe und Verbrauch, etwa für einen Tag.