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Sportmedizin Nährstoffunterstützung bei Sehnenerkrankungen
  Bedeutung von Nährstoffen bei Sehnenerkrankungen durch Überbelastung
  Quelle:
 

Fehlbelastung und Verschleiß (Tendopathie)

Sehnenerkrankungen machen 30-50% aller Sportverletzungen und 48% aller Berufserkrankungen aus. Sehnen bestehen aus kollagenen Bindegewebsfasern und übertragen die Kraft auf das bewegliche Sklettsystem. Sind diese geschädigt oder überlastet, kann weniger Kraft übertragen werden und die Bewegungsfähigkeit ist eingeschränkt.

Eine Sehnenentzündung kann durch falsches Training, fehlende Kraft oder Ausdauer, Alter, lange Sportpausen, Mangelernährung, Medikamente oder falsche Ausrüstung ausgelöst werden. Klinische Behandlungsmethoden sind häufig weniger zufrieden stellend. Oft können selbst nach wochenlanger Behandlungszeit nur kleine Besserungen festgestellt werden.

Durch stetige Überlastungen wird die Heilungszeit weiterhin verlängert, denn Sehnen regenerieren sich nur sehr langsam, da sie aus bradytrophem Gewebe bestehen und daher nur über einen sehr langsamen Stoffwechsel verfügen.

Bradytrophes Gewebe bedarf einer leichten, angepassten Aktivität. Durch die Durchblutung des Gewebes steigt die Sauerstoff- und Nährstoffaufnahme an, was den Heilungsprozess begünstigt.

Nach neusten Erkenntnissen können auch Mikronährstoffe den Heilungsprozess begünstigen.

Essentielle Fettsäuren: Die Fettsäuren EPA und DHA können mit Antioxidanzien, Vitaminen A, B6, C, E, Zink und Selen schmerzlindernd wirken. EPA wirkt antithrombotisch, entzündungshemmend, gefäßerweiternd und es reduziert den Kollagenabbau.

Enzyme: Die wichtigsten Enzyme für eine schnelle Sehnenheilung sind Bromelain und Papain.

Bromelain stammt aus der Ananaspflanze und hat folgende Wirkungen:
  • entzündungshemmend
  • ödemreduzierend und – vorbeugend
  • kann die Heilung von Hämatomen beschleunigen
  • unterstützt die Auflösung kleiner Blutgerinnsel
  • besserer Abtransport von Stoffwechselprodukten
Papain wird aus dem Melonenbaum gewonnen und hat ähnliche Eigenschaften wie Bromelain. Es unterstützt die Regeneration des Gewebes, wirkt durchblutungsfördernd und entzündungshemmend.

Antioxidanzien: Durch freie Radikale kann der Sehnenstoffwechsel beeinträchtigt werden, indem die Vermehrung neuer Zellen und die Zellaktivität gestört werden. Dies kann zu einem Abbau der Gerüsteiweiße beitragen. Wirkende Antioxidanzien gegen freie Radikale sind Vitamin C, E und sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide aus Äpfeln und Zitrusfrüchten).

Das Flavonoid Quercetin fördert die Regeneration des Gewebes, da der oxidative Stress der Zelle vermindert wird. So kann schneller Kollagen aufgebaut werden, was die Heilung der Sehne fördert.

Vitamin C ist am Bindegewebsaufbau beteiligt und verhindert die Oxidation des Vitamin E`s.

Vitamin E ist ein Sauerstoffradikalfänger und wirkt regulierend auf Entzündungsprozesse ein.


Gewebsunterstützende Substanzen:

Glucosamine: Glucosaminsulfat ist ein Aminozucker und wird innerhalb des Glucosestoffwechsels im Körper hergestellt. Es hat antikatabole und entzündungshemmende Eigenschaften. Zwischen dem 4 und 8. Tag der Heilung steigt der Gehalt an Glykosaminglycanen an – die Fasern lagern sich zusammen. Sobald immer ein hoher Gehalt an Glucosaminen vorhanden ist, kann Fibrin schneller abgebaut und kollagenes Material aufgebaut werden. So wird die Heilung beschleunigt.

Durch Studien konnte gezeigt werden, dass mit einer Subblementation von Glucosamin die Heilungszeiten verkürzt werden konnten (Bedeutung von Nährstoffen bei Tendopathien, Information für Fachkreise, Othomol pharmazeutische Vertriebs GmbH, 2010).

Chondroitin: Chondroitinsulfat ist besonders im Bindegewebe des Körpers vorhanden, wie Knorpel, Blutgefäße, Sehnen und Bändern und trägt zum Widerstand gegen Kompressionen bei. In stark belasteten Sehnen ist der Chondroitinsulfatgehalt höher als in nicht belasteten Sehnen. Chondroitin hat strukturbildende Funktionen im Gewebe und interagiert mit anderen Proteinen in der Matrix. Weiterhin hat es wasserbindende Eigenschaften und wirkt dem Kollagenabbau sowie dem Aufbau von Fibrin entgegen. Ein Abbau von Chondroitinsulfat aus dem Knorpel ist die häufigste Ursache für eine Arthrose.

Hyaluronsäure: Ist ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes und Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit. Es ist sehr stark wasserbindend (1g kann bis zu 6 Liter binden) und unterstützt die mechanische Funktion (Gleitfähigkeit) der Sehne. Es wirkt der Bildung von Fibroblasten und Kollagen Typ 3 entgegen. Kollagen Typ 3 behindert eine Sehnenheilung und kann Verwachsungen, Verklebungen und Narbenbildung der Sehnen fördern. Die Bildung von Kollagen Typ 1 wird nicht verringert.


Mineralstoffe und Vitamine und deren Wirkung bei Sehnenerkrankungen

Mineralstoff/ VitaminWirkung
SelenSchutz gegen freie Radikale
ZinkSchutz vor oxidativem Sauerstoff
MagnesiumAufbau von Kollagen
ManganVernetzung von Kollagenfasern Verhinderung des KollagenabbausSchutz vor oxidativem Sauerstoff
KupferUnterstützung des Zellstoffwechsel von Bindegewebe und Knochen Schutz vor freien Radikalen
Vitamin Ahemmt Kollagenabbau
Vitamin DUnterstützung des Zellstoffwechsel von Bindegewebe und Knochen
Vitamin BUnterstützt den SehnenstoffwechselVernetzung von Kollagenfasern



Nahrungsergänzungen helfen bei der schnellen Heilung von Sehnenerkrankungen!

Viele Sportler haben mit Nahrungsergänzungen gegen Gelenkbeschwerden sehr gute Erfahrungen gemacht. Ein Auszug aus den Erfahrungen von Body Attack:
  • „Ich habe weniger Knie- und Fußschmerzen nach einer Langzeitbelastung“
  • „Die Entzündungen und Schwellungen an Händen, Ellenbogen und Schultern dauern nicht mehr solange an“
  • „Ich habe deutlich weniger Beschwerden in Ellenbogen, Schulter und Rücken“
  • „Bin belastungsfähiger und auch die Schmerzfrequenz hat sich gemindert“
  • „Eine geringere Druck- und Schmerzempfindlichkeit der Füße, Unterschenkel und Rumpf“.
Bei Ergänzungspräparaten gegen Gelenkbeschwerden sollte auf einen hohen, ausgeglichenen Gehalt von Glucosamine und Chondroitin geachtet werden. Diese versorgen die Knorpelzellen mit ausreichend Nährstoffen, stärken es und verbessern dadurch ihre Funktion. Die Entzündungsprozesse und die Schmerzempfindlichkeit können gelindert werden. So wird der Heilungsprozess verkürzt und das Gelenk ist schnell wieder einsatzfähig.

Zusätzlich ist eine Aufnahme der essentiellen Fettsäuren EPA und DHA (z.B. durch Fischölkapseln), Antioxidanzien, Vitaminen und Mineralstoffen aus Obst und Gemüse oder als Multivitaminpräparat förderlich.

(Quelle: Bedeutung von Nährstoffen bei Tendopathien, Information für Fachkreise, Othomol pharmazeutische Vertriebs GmbH, 2010).


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